Verlag der Initiative Sozialistisches Forum
Institut für Sozialkritik Freiburg (ISF) e.V.
Alex Gruber, Philipp Lenhard

Gegenaufklärung

Der postmoderne Beitrag zur Barbarisierung der Gesellschaft

2011, 312 Seiten, ISBN: 978-3-86259-101-5

18,00 

978-3-86259-101-5 Kategorie:

Beschreibung

Die postmoderne Philosophie ist nichts anderes als »das Nachleben des Nationalsozialismus in der Demokratie« (Adorno). Weil der radikale Bruch mit dem Denken, das zu Auschwitz führte, ausblieb, weil vielmehr bereits in den sechziger Jahren gerade von links in vermeintlich tabubrecherischer Weise versucht wurde, die nationalsozialistische Philosophie für scheinbar »emanzipatorische« Projekte nutzbar zu machen, erscheint die deutsche Ideologie heute als links und progressiv. Diese neueste deutsche Ideologie ist nicht nur eine philosophische Strömung, sondern Ausdruck einer gesellschaftlichen Tendenz. Die postmoderne Übung, jede allgemeine Begriffsbestimmung als »logozentrisch« und jede Betrachtung der Gesellschaft unter Vernunftkriterien als totalitär zu denunzieren, ist sowohl Reflex der objektiven Unbrauchbarkeit der Welt unter den Verhältnissen spätkapitalistischer Vergesellschaftung als auch der Versuch einer Sinnstiftung ebendieser Verhältnisse. In seinem Kult der Unmittelbarkeit schließlich sucht der Poststrukturalismus den Schulterschluß mit dem radikalen Islam und verrät jede Idee von Versöhnung.

Mit Beiträgen von Manfred Dahlmann, Martin Dornis, Alex Gruber, Birte Hewera, Tjark Kunstreich, Philipp Lenhard, Niklaas Machunsky, Florian Ruttner und Gerhard Scheit.

Inhalt

  • Alex Gruber/Philipp Lenhard: »Deutsche Ideologie«: Von Stirner zum Poststrukturalismus
    Einleitung zum vorliegenden Sammelband
  • Tjark Kunstreich: Dem dunklen Gott geopfert
    Lacans Erledigung des Selbstwiderspruchs des Subjekts
  • Gerhard Scheit: Altern der Musik, Verjüngung des Strukturalismus
    Über die Vorgeschichte der Postmoderne
  • Birte Hewera: »Das System ist alles. Der Mensch ist nichts. Die Wirklichkeit ist – wenig«. Jean Améry und der Strukturalismus.
  • Florian Ruttner: Der Mythos des Radikalen Der Verrat an der Aufklärung bei Georges Sorel, Georges Bataille und Michel Foucault
  • Martin Dornis: Der Meister aus Deutschland
    Zur Kritik der Ideologie des Todes
  • Alex Gruber: Dekonstruktion und Regression
    Der Poststrukturalismus als Masseverwalter von Carl Schmitt und Martin Heidegger
  • Philipp Lenhard: Negativer Universalismus
    Giorgio Agamben, Étienne Balibar und der Zusammenhang von Antirassismus und Israelhass
  • Niklaas Machunsky: Politik gegen das Politische, Arbeiter gegen Israel
    Alain Badiou und der Universalismus
  • Manfred Dahlmann: Biedermann und Übermensch. Peter Sloterdijks deutsche Ideologie
  • Philipp Lenhard: Sein zum Tode
    Heidegger, Qutb und die Aktualität der deutschen Ideologie
  • Literaturverzeichnis

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Leseprobe

Einleitung

Dekonstruktion und Regression

Rezensionen

Walter Schrotfels (Phase 2, Nr. 40)

Markus Rackow (/e-politik.de/e.V.)

Gabriel Kuhn (www.kritisch-lesen.de, Oktober 2011)

N.N. (Unique, 7/2011)

Herbert Clause (Amazon.de, 23. Mai 2011)

Lars Quadfasel (Versorgerin, N°92, Dez. 2011)

Werner Seppmann (junge Welt, 10.1.2012)

Frank Schale (Portal für Politikwissenschaft, Mai 2012)

Georg Koch (Widerspruch N° 55, 2012)

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