Verlag der Initiative Sozialistisches Forum
Institut für Sozialkritik Freiburg (ISF) e.V.
Ilse Bindseil, Monika Noll

Frauen 5

Fatal real

1997, 176 Seiten, ISBN: 3-924627-51-7

12,00 

3-924627-51-7 Kategorie:

Beschreibung

Die Mischung ist, mag es einem passen oder nicht, zweifellos postmodern: Rote Armee Fraktion, Strukturalismus, Ethologie, Psychologie, Frankophonie. Aber ganz in der Tradition der Reihe »Frauen« ist sie zugleich abseitig und prnzipiell; so sind die Frauen nun mal… Ob der gesunde Menschenverstand Inge Vietts oder die Hysterie der Opernsängerin beim Wort genommen, ob Derrida, der Dunkle, skandalösverständlich gemacht oder Luce Irigaray respektlos angemacht, ob das Funktionieren einer Kinderneurose oder das einer afrikanischen Community vorgeführt wird: immer geht es ums Eingemachte, um den rüden Gebrauchswert der Dinge.

»Wer die Weiblichkeit der doppelten – praktischen und theoretischen – gesellschaftlichen Vereinnahmung entreißen will, die sich, nehmen wir mal an, größtenteils hinter dem Rücken der Frauen vollzogen hat, muß das Nichtvereinnahmbare ins Auge fassen. Das es aber nichts einzelnes mehr gibt, das nicht als Ware zu vereinnahmen wäre, kann die Aufmerksamkeit nicht bloß der fix und fertigen Trouvaille, sondern muß vor allem der Herausarbeitung und Beförderung dessen gelten, was am einzelnen irreduzibel gesellschaftlichen Text zugleich irreparabel distanzierend auf die Gesellschaft zeigt.«

Inhalt

  • Gabriele Raabe, Die Stimme, der Körper und der Tod: Vom Wahnsinn der Frauen auf der Opernbühne des 19. Jahrhunderts
  • Karin Ludewig, Von genialen, hellsichtigen und absurden Männern: Zum Begriff des »Don Juanismus« bei Kierkegaard und Camus
  • Oriane Méricourt, Tyrannei des Patriarchats oder Terrorismus der Geschlechtsidentität: Über Luce Irigaray, »Le Temps de la différence«
  • Sabine Grosch, Dekonstruktivismus und »Cyberfeminismus«: Dubioses Erbe einer einstmals feministischen Theorie
  • Veronika Gottmann, Sanierung in Ost-Berlin – Zwei ungleiche Bezirke: Prenzlauer Berg und Friedrichshain
  • Diane Meur, »Alles spielt sich rund um die Bièvre ab« – Aus einem Pariser Jugendkrimi
  • Mark Haneklaus, Abschied von S.
  • Claire Mercier, Zeugenbericht (Portrait eines jungen Mannes aus guter Familie)
  • Ilse Bindseil, Kann die Wahrheit im Denken keine Rolle spielen
  • Iris Harnischmacher, Das Phantasma der terroristischen Existenz
  • Monika Noll, Dekonstruktion und Vermittlung – Gedanken zu Jacques Derrida;
  • Claire Mercier, Pauline
  • Claire Mercier, – Aufsatz
  • Ilse Bindseil, Glück auf (Aus einer Kinderneurose) Was ich von meiner Familie weiß
  • Sibongile Sithole, How things used to be

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Leseproben

Claire Mercier: Pauline

Rezensionen

Roswitha Scholz (Kalaschnikow N° 10, 1998)

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