Verlag der Initiative Sozialistisches Forum
Institut für Sozialkritik Freiburg (ISF) e.V.
Frank Böckelmann

Die schlechte Aufhebung der autoritären Persönlichkeit

1987, 2. Auflage 2017, 108 Seiten, ISBN: 978-3-86259-142-8
2. Auflage 2017

10,00 

978-3-86259-142-8 Kategorie:

Beschreibung

Böckelmann resümiert die Studien Adornos und Horkheimers über »Autorität und Familie«. Der Text – erstmals 1966 als Diskussionspapier der Subversiven Aktion veröffentlicht – erscheint hier mit einem neuen Vorwort des Autors »Zwanzig Jahre danach«.

Klappentext

Die Gesellschaft und mit ihr die Familie verzichten auf das zu kostspielige Mittel der Triebunterdrückung. Was vor sich geht, wird frap- pant deutlich, wenn wir Herbert Marcuse zitieren, der noch 1938 schrieb: »Die unverklärte, unrationalisierte Freigabe der sexuellen Beziehungen wäre die stärkste Freigabe des Genusses als solchem und die totale Entwertung der Arbeit um der Arbeit willen. Die Spannung zwischen dem Selbstwert der Arbeit und der Freiheit des Genusses könnte innerhalb eines Menschenwesens nicht ertragen werden: die Trostlosigkeit und Ungerechtigkeit der Arbeitsverhältnisse würden eklatant das Bewußsein der Individuen durchdringen und ihre friedliche Einordnung in das gesellschaftliche System der bürgerlichen Welt unmöglich machen.«

Inzwischen wurde Sexualität »freigegeben« und Arbeit »entwertet« – doch mit ganz anderen Konsequenzen, als Marcuse damals hoffte. Aber mit welchen anderen Konsequenzen eigentlich?

Rezeption

»Seine 1971 und 1972 publizierten Bücher Die schlechte Aufhebung der autoritären Persönlichkeit und Über Marx und Adorno sind immer noch lesenswert, weil sie von ungewöhnlicher Klarsicht gegenüber dem Konformismus der Neuen Linken zeugen. Doch schon Die schlechte Aufhebung der autoritären Persönlichkeit enthält Invektiven gegen die ›Konsumgesellschaft‹, die ›losgelassene Sexualität‹ der amerikanisierten Massenkultur, gegen ›Petting‹, ›Dating‹ und ›Fünf-Minuten-Koitus‹, in denen der antiegalitäre Gestus anklingt, der heute in der ›Vierteljahresschrift für Konsensstörung‹ dominiert.«

Magnus Klaue, FAZ, 24. April 2017

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