Verlag der Initiative Sozialistisches Forum
Institut für Sozialkritik Freiburg (ISF) e.V.
Gerhard Stapelfeldt

Der Liberalismus

Die Gesellschaftstheorien von Smith, Ricardo und Marx

2006, 524 Seiten, ISBN: 3-924627-78-9

29,00 

 

 

 

3-924627-78-9 Kategorie:

Beschreibung

Die vorliegende Schrift ist die zweite einer Reihe über die Epochen der bürgerlichen ökonomie, deren Ziel es ist, das System der bürgerlichen ökonomie und dessen Geschichte historisch-genetisch darzustellen. Der Liberalismus stellt die erste Epoche dar, in der die bürgerliche Gesellschaft nicht länger nur in der Form der Geselligkeit des Hauses wie in der Renaissance oder in der Form der politischen Gesellschaft wie in der Epoche des Merkantilismus und Absolutismus existiert, sondern als Gesellschaft verselbständigt ist. Diese Verselbständigung erfolgt in der Form der Ausdifferenzierung des „Tauschwertes“ (Adam Smith). Auf diese Weise wird die bürgerliche ökonomie zum ersten Male zu einem sich reproduzierenden System, das zu seiner Existenz keiner nicht-kapitalistischer Weltregionen mehr bedarf: zu einem Weltsystem.

Die Darstellung wendet sich sowohl gegen die instrumen­talistische Lesart der klassischen Politischen ökonomie durch die Sozialwissenschaften als auch gegen die Verkürzung dieser klassischen Gesellschaftstheorie auf eine Fachwissenschaft durch die Wirtschaftswissenschaften. Im Mittelpunkt steht die kritische Diskussion der Politischen ökonomie – der Gesellschaftstheorie – Adam Smith’s, in der der liberale Kapitalismus zuerst expliziert worden ist, und die Fortentwicklung der liberalen Wissenschaft der Politischen ökonomie durch David Ricardo. Dabei zeigt sich, daß der Liberalismus sein Selbstbewußtsein erst durch die Kritik erlangt – weshalb ausführlich auf die Marxsche Kritik an Adam Smith, David Ricardo und Samuel Bailey eingegangen wird. Dabei steht naturgemäß die Werttheorie im Mittelpunkt, an deren sachliche Tragweite in diesem Buch erinnert wird: das prekäre Verhältnis von liberaler Utopie und realer Fortdauer der Gewaltgeschichte.

Inhalt

Vorwort

Erstes Kapitel: Merkantilismus und Liberalismus

  1. Der Merkantilismus
    1. Prinzipien
    2.  Wirtschafts- und Sozialgeschichte (Skizze)
  2. Der Liberalismus
    1. Prinzipien
    2. Wirtschafts- und Sozialgeschichte Englands 1765 bis 1873/79

Zweites Kapitel: Die Politische Ökonomie Adam Smiths

  1. Kritische Einführung der liberalen Dogmen
    1. Der neue Begriff des Reichtsum, dargelegt an Veränderungen von Silberwert und Getreidepreis: Die sinkende Bedeutung der amerikanischen Minen
    2. Selbstregulierung und Fortschritt von Ökonomie und Gesellschaft: Das Verhältnis von entwickelten und unterentwickelten Regionen im Merkantilismus und in der Theorie Smiths
  2. Kritik der Maßnahmen merkantilistischer Politik
    1. Rohprodukte und Manufakturwaren: Gegensätzliche Bedeutung
    2. Werttheorie: Getreideexportprämien, Silberwert und die Unterentwicklung Spaniens und Portugals
    3. Die Logik der Ökonomie: Integration und Desintegration der Weltökonomie
  3. Theorie des Wertes
    1. Wertmaß: Argbeits- und Wert-Begriff
    2. Arbeit als Wertmaß, Lohn, Profit und Rente. Differenzierungen der Wert-Theorie

Drittes Kapitel: Die Politische David Ricardos

  1. Theorie des Wertes
  2. Krisen-Theorie

Viertes Kapitel: Die Kritik der liberalen Ökonomie in den Theorien über den Mehrwert von Karl Marx

  1. Kritik der Wert-Theorie Adam Smiths
  2. Kritik der Wert- und Krisentheorie David Ricardos
  3. Kritik der Wertform-Theorie Samuel Baileys

Ausblick: Der Übergang des Liberalismus in den Imperialismus

  1. Fortschritt zur totalen Verdinglichung gesellschaftlicher Verhältnisse: Prinzipien des Imperialismus
  2. Genese imperialistischer Strukturen im Liberalismus: Friedrich LIsts Kritik der politischen Ökonomie
  3. Die Große Depression und ihre Folgen

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