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Alexander Stein

Adolf Hitler, Schüler der ”Weisen von Zion“

Herbst 2011, 316 Seiten, 20€, ISBN: 978-3-86259-103-9
Herausgegeben und eingeleitet von Lynn Ciminski und Martin Schmitt
Mit einem Geleitwort von Hanna Papanek und einer historischen Kontextualisierung der Herausgeber

Hannah Arendt über dieses Buch:

Die wiederholten Nachweise, daß es sich bei den Protokollen um eine Fälschung handelt, wie auch die unermüdlichen Enthüllungen ihrer wirklichen Entstehung, sind ziemlich irrelevant. Es ist von weitaus größerer Wichtigkeit, daß man nicht das erklärt, was an den Protokollen offenkundig, sondern was an ihnen mysteriös ist: vor allem, weshalb sie trotz der offensichtlichen Tatsache, daß es sich um eine Fälschung handelt, andauernd geglaubt werden. Hier, und nur hier allein liegt der Schlüssel zu der Frage, die allem Anschein nach niemand mehr stellt, warum die Juden der Funke waren, an dem sich der Nazismus entzündete ... (Das) beweist, wie recht Alexander Stein mit seiner wissenschaftlichen Abhandlung über Adolf Hitler: Schüler der “Weisen von Zion” hatte, einer Veröffentlichung, die in den dreißiger Jahren nicht auf das geringste Echo stieß. Er weist darin nach, daß die Organisation der angeblichen “Weisen von Zion” ein Modell war, dem die faschistische Organisation nacheiferte, und daß die Protokolle all die Grundsätze enthielten, die sich der Faschismus aneignete, um die Macht zu erringen. Das Geheimnis für den Erfolg dieser Fälschung war also in erster Linie nicht der Judenhaß, sondern viel eher die grenzenlose Bewunderung, die der Gerissenheit einer vorgeblich jüdischen Technik, sich weltweit zu organisieren, galt.
(Arendt, Hannah, Antisemitismus und faschistische Internationale, in: Geisel, Eike (Hg.), Hannah Arendt. Nach Auschwitz. Essays & Kommentare 1, Berlin: Edition Tiamat 1989, S. 33f.)

Neuer Vorwärts (Nr. 158) vom 21.6.1936, S. 4 (Beilage), Werbetext des Graphia-Verlags für das Buch von Alexander Stein: 

Das Thema dieser Schrift ist nicht etwa künstlich konstruiert. Durch Gegenüberstellung der wichtigsten programmatischen Erklärungen Hitlers und Rosenbergs mit den politischen Rezepten in den legendären “Protokollen der Weisen von Zion” wird tatsächlich der Beweis erbracht, daß diese mit Theorie und Praxis des Nationalsozialismus übereinstimmen und: durchgeführt werden. Die erste quellenkritische Untersuchung, die das Weltbild Hitlers, die Methoden seiner Politik und die Ursachen seines Erfolges aufdeckt und erkennen läßt, was von ihm und dem Nationalsozialismus an Überraschungen noch zu erwarten ist.

Inhalt

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Leseproben

Hanna Papanek, Wer war Alexander Stein (1881-1948)

Alexander Stein, Die Protokolle der Weisen von Zion als Bibel des Antisemitismus

Alexander Stein, Der völkische Staat

Alexander Stein, Pogrompolitik in Permanenz

Lynn Ciminski, Martin Schmitt:
Analysen zum ideologischen Fundament der nationalsozialistischen Expansionspolitik: Steins Artikel für Die Zukunft (1939)

Alexander Stein, Antisemitismus und Reaktion


Rezensionen

Jens Renner (Analyse & Kritik N° 568)

N. N. (Portal Politikwissenschaft 27.1.12)

Armin Pfahl-Traughber (Humanistischer Pressedienst)

Dirk Farke (Vorwärts, 14.2.2012)

Dirk Farke (Jüdische Allgemeine, 16.2.2012)

Franziska Krah (HUch)

Jérôme Seeburger (bulletin 08 des Fritz Bauer Institut)

Detlef Kannapin (antifa. Magazin der VVN-BdA, 7-8/2012)

Dirk Farke (Tribüne 4/2012)

Mathias Schütz (H-Soz-u-Kult 14.2.13)

Jan Süselbeck (literaturkritik.de Nr. 6, Juni 2013, als PDF)

Thilo Scholle (Zeitschrift für sozialistische Politik und Wirtschaft Nr. 192, als PDF)


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Binjamin Segel

Die Protokolle der Weisen von Zion kritisch beleuchtet

Franziska Krah (Hg.)

518 Seiten, 29€
Léon Poliakov

Vom Antizionismus zum Antisemitismus

160 Seiten, 9€