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Ulrich Enderwitz

Die Polis

1998, 498 Seiten, 24 €, ISBN: 3-924627-49-5

Die Untersuchung des Zusammenhangs von Reichtum und Religion schreitet zur Darstellung der antiken Polis fort. Nachgezeichnet wird deren Entwicklung von einer liturgisch-aristokratisch geleiteten Handelsrepublik über eine militärisch-demokratische Hegemonialmacht bis hin zu jenem populistisch-oligarchischen Pattzustand, den die platonische Theorie ebenso vergeblich wie mit zwiespältiger Intention zu heilen versucht. Die Ähnlichkeiten mit Entwicklungen in der Moderne sind alles andere als zufällig. Als ein Gemeinwesen, das sein Entstehen und seine Verfassung wesentlich dem neuen historischen Prinzip der handelskapitalen Akkumulation verdankt, ist die antike Polis ein vexierbildlich aufschlußreicher Vorgriff auf die kapitalistischen Gesellschaften der Gegenwart.

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