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Alfred Sohn-Rethel

Set: Alfred Sohn-Rethels ›Schriften‹ in fünf Bänden

August 2026, 3214 Seiten, ISBN: 978-3-86259-122-0
Herausgegeben von Daniel Burnfin, Carl Freytag, Agnès Grivaux, Oliver Schlaudt und Françoise Willmann | In sieben Teilbänden

Ursprünglicher Preis war: 173,00 €Aktueller Preis ist: 120,00 €.

22 vorrätig

978-3-86259-122-0 Kategorien: ,

Beschreibung

Bis zum 1. Oktober 2026 kann die vierbändige Ausgabe der Schriften Alfred Sohn-Rethels inklusive seiner literarischen Schriften über unseren Webshop zu einem einmaligen Setpreis von 120 € erworben werden. Das Angebot gilt nur solange der Vorrat reicht.

Band 1 mit dem Titel ›Von der Analytik des Wirtschaftens zur Theorie der Volkswirtschaft‹ umfasst seine Dissertation, frühe Entwürfe und weiterführende Arbeiten aus den Jahren 1926–1931.

Band 2 mit dem Titel ›Die deutsche Wirtschaftspolitik im Übergang zum Nazifaschismus‹ versammelt seine Arbeiten für den Deutschen Volkswirt und die Deutschen Führerbriefe aus der Zeit am MWT (1931–1936) sowie spätere Texte zu dieser Thematik. Eine DVD mit dem Film Zwischen zwei Kriegen (1978) von Harun Farocki ergänzt die ökonomischen Analysen Sohn‑Rethels.

Band 3 mit dem Titel ›Exposés zur materialistischen Kritik der Erkenntnis‹ ist den erkenntnistheoretischen Arbeiten gewidmet, die 1936–1945 im Exil entstanden, unter anderem dem ›Luzerner Exposé‹ und dem ›Pariser Exposé‹ und einem ausführlichen Brief, den Sohn‑Rethel 1936 an Adorno schrieb.

Band 4 mit dem Titel ›Geistige und körperliche Arbeit‹ umfasst sein 1970 zuerst veröffentlichtes Hauptwerk und die ihm zuzuordnenden Artikel und Entwürfe aus der Nachkriegszeit.

Band 5 enthält Sohn‑Rethels literarisches Werk, das unter dem Titel ›Das Ideal des Kaputten‹ mit Essays aus der Zeit in Italien (1924–1927) und dem Londoner Exil erschien.

Stimmen

»Die neue Sammlung von Schriften des großen Außenseiters der Kritischen Theorie, die erste seit zwei Dekaden, darf als höchst verdienstvoll gelten. Hilft sie doch mit, die immer noch vorhandenen blinden Flecken in der Chronik des Frankfurter Instituts für Sozialforschung zu tilgen.« / Stefan Dornuf, Süddeutsche Zeitung

»Der 1899 geborene, aus großbürgerlichem Haus stammende Alfred Sohn‑Rethel hatte in den zwanziger Jahren etwas entdeckt, das er – gewissermaßen als Synthese der Kritik der Politischen Ökonomie von Marx und der Erkenntniskritik von Kant – die ›geheime Identität von Warenform und Denkform‹ nannte, stieß mit dieser Entdeckung und dem Versuch einer Ausarbeitung einer materialistischen Erkenntniskritik allerdings auf keinerlei Gegenliebe, auch nicht bei denen, die später zu Protagonisten des Instituts für Sozialforschung wurden – ›So’n Rätsel‹ lautete der Spitzname, den er bei Adorno und Benjamin hatte.« / Wolfgang Braunschädel, Archiv für die Geschichte des Widerstandes und der Arbeit

»Wenn ich darüber nachdenke, wo und wann ich den Namen Sohn-Rethel zum ersten Mal gehört habe, so fällt mir eine dumpfe Eckkneipe nahe der Bockenheimer Warte in Frankfurt ein, wo Hans-Jürgen Krahl und seine politischen Freunde auf das Bündnis von Intellektuellen und Arbeitern regelmäßig anzustoßen pflegten. Auch ich besuchte diese Kneipe zuweilen; Krahl zog mich eines Nachts ins Vertrauen und stelle mir die Frage: ›Weißt Du eigentlich, wer der originellste marxistische Kopf der Gegenwart ist?‹ Ich rätselte, nannte alle, die ich kannte. Er machte dem Spiel ein Ende und sagte: Sohn-Rethel. Ich war verblüfft: Merkwürdig, ich kannte noch nicht einmal den Namen. ›Dann lies seine Vorträge an der Humboldt-Universität über Warenform und Denkform.‹ Da wir gerade beim Trinken waren, brachten wir auf Sohn-Rethel einen Toast aus – mit einem doppelten Doppelkorn, der typischen Krahlschen Maßeinheit. Es mag 1970 gewesen sein.« / Oskar Negt

»Die deutsche und europäische Katastrophengeschichte dieses Jahrhunderts trägt Schuld daran, daß es Jahrzehnte dauerte, bis das Werk Sohn-Rethels, an welchem er seit den zwanziger Jahren gegen alle Anfeindungen mit einer Hartnäckigkeit, ja Sturheit ohnegleichen arbeitete, in Deutschland Verleger fand. […] Alfred Sohn-Rethel war der letzte Marxist, im Gelingen wie im Scheitern. Was nach ihm kommt, ist bloß noch Fußnote.« / Hans-Martin Lohmann, Die Zeit

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