Verlag der Initiative Sozialistisches Forum
Institut für Sozialkritik Freiburg (ISF) e.V.
Joachim Bruhn

Was deutsch ist

Zur kritischen Theorie der Nation

1994, 185 Seiten, ISBN: 3-924627-38-X
vergriffen, erweiterter Nachdruck in Vorbereitung, 18€

18,00 

Nicht vorrätig

3-924627-38-X Kategorie:

Beschreibung

Adornos bittere Bemerkung, ein Deutscher sei ein Mensch, der keine Lüge aussprechen könne, ohne sie tatsächlich zu glauben, war ein Tropfen auf den heißen Stein des gesunden Volksempfindens. Was als Kritik gemeint war und als Intervention, ist zur »Frankfurter Schule« verkommen und biedert sich an. Die linken Intellektuellen haben das Einfache, das nur schwer zu machen ist – die staaten- und klassenlose Weltgesellschaft – theoretisch liquidiert, damit sie sich endlich, im Verein mit dem Klassenfeind von einst, um die »nationale Identität« sorgen dürfen. Deutschsein, das ist wieder, nach der Methode Goebbels/Weizsäcker, Schicksal und Auftrag zugleich. Und dabei bereitet es doch in Wahrheit gar keine geistige Mühe, auf die Frage, was deutsch ist, die Auskunft zu erteilen: Herrschaft, Verwertung, Vernichtung.

Inhalt

  • Vorwort: Manfred Dahlmann: Antideutsch
  • Der ganzheitliche Volksstaat und seine Insassen. Volkssouveränität oder freie Assoziation?
  • Schlimmer als Mord
  • Mord und Totschlag. Konsequenzen der deutschen Einheit
  • Nation ist geil
  • Unmensch und Übermensch. Über das Verhältnis von Rassismus und Antisemitismus
  • »Antiziganismus«. Das Programm zum Pogrom
  • Das Menschenrecht des Bürgers. Zweihundert Jahre »Freiheit, Gleichheit, Sicherheit«
  • Rassismus und sekundäre Humanisierung. Psychologie der Charaktermaske
  • »Typisch deutsch«. Christian R. und der linke Antirassismus
  • Echtzeit des Kapitals, Panik des Souveräns. Über die Zukunft der Krise
  • »Nichts gelernt und nichts vergessen«. Ein Grundriß zur Geschichte des Antizionismus in Deutschland
  • Nazismus als Erkenntnisfalle: Warum Geschichtswissenschaft die denkbar ungeeignetste Methode ist, Auschwitz zu verstehen
  • Abschaffung des Staates. Thesen zum Verhältnis von anarchistischer und marxistischer Staatskritik
  • Literatur
  • Nachweise

»Ein Buch gegen den linken Begriff von Politik.«
17° C. Zeitschrift für den Rest

»Bruhn … kritisiert Politik als bürgerliches Formprinzip und zieht entsprechend über die politikgläubigen Teile der Linke her.«
Stephan Grigat, UNITAT (Wien)

»… eine Mischung aus beißendem Sarkasmus, Antirassismuskritik
und kritisch-theoretischer Auseinandersetzung
mit Rassismus und Antisemitismus.«
Terz. Düsseldorfer Stadtzeitung

Um die Einkaufsfunktion nutzen zu können, müssen Sie JavaScript in Ihrem Browser aktivieren.

Leseproben

Unmensch und Übermensch.

Rezensionen zur Erstauflage

A.H. (Terz. Düsseldorfer Stadtzeitung N°6, 6/95)

Michael Berger (Stadtzeitung für Freiburg, 3/95)

Stephan Grigat (Unitat N°4 / 1996)

Kornelia Hafner (Archiv für die Geschichte der Arbeit und des Widerstandes N°14 / 1996)

Trennmarker

Das könnte Ihnen auch gefallen …

  • Joachim Bruhn, Manfred Dahlmann, Clemens Nachtmann (Hg.) (Hg.)

    Kritik der Politik

    Johannes Agnoli zum 75. Geburtstag

    2000, 320 Seiten, ISBN: 3-924627-66-5
    22,00 

     

     

     

  • Joachim Bruhn/Jan Gerber (Hg.) (Hg.)

    Rote Armee Fiktion

    2007, 152 Seiten, ISBN: 3-924627-98-3
    13,50 

     

     

  • Joachim Bruhn, Manfred Dahlmann, Clemens Nachtmann (Hg.) (Hg.)

    Geduld und Ironie

    Johannes Agnoli zum 70. Geburtstag

    1995, 208 Seiten, ISBN: 3-924627-42-8
    15,00