Mitgliedschaft im Institut für Sozialkritik
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Die Mitgliedschaft beinhaltet:
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Die Initiative Sozialistisches Forum (ISF) ist ein Arbeits- und Aktionskreis unabhängiger Linkskommunisten, der sich an Marx, am Rätekommunismus und an der Kritischen Theorie orientiert. Die ISF tritt für die staaten- und klassenlose Weltgesellschaft ein. Sie bezweckt daher ein kategorisches Programm der Abschaffungen. Das will heißen, daß sie weniger marxistisch als vielmehr materialistisch denkt und handelt: im Sinne der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie, nicht sozialistischer Politik. Sie will damit helfen, eine verkehrte Gesellschaft zu revolutionieren, in der, wie früher alle Wege nach Rom, so heute alle Wege hinein in den Staat führen. Die ISF ist nicht konstruktiv oder gar dekonstruktiv, nicht ökologisch, pazifistisch oder reformistisch gestimmt: Ihre Praxis ist nicht die Politik, sondern die materialistische Kritik, insbesondere die Ideologiekritik. Ideologiekritik, die intellektuelle Aktion schwacher Kräfte, ist jene Kritik gesellschaftlicher Erkenntnis, die auf die Abschaffung der Spaltung von geistiger und körperlicher Arbeit zielt. Die Kritik der Ideologie, die Kritik der deutschen Ideologie vor allem, als des notwendig falschen Bewußtseins von Ausbeutung und Herrschaft, von Akkumulation und Vernichtung bezweckt, den Verblendungszusammenhang zu brechen und die Kritik zur Krise zu radikalisieren. Unter ›Linken‹ nennt man so etwas gerne ›antideutsches Banausentum‹, ›neue deutsche Wertkritik‹, gar: ›negativistischen Ableitungsmarxismus‹. Denn an den Skandal, daß die Menschen sagen, was sie wissen, aber nicht wissen, was sie sagen, hat man sich längst gewöhnt. Vor allem in Deutschland, wo, nach dem Umschlag der bürgerlichen Gesellschaft in Barbarei, Massenvernichtung und Volksgemeinschaft, keine Lüge mehr ausgesprochen wird, die nicht den Status von Wahrheit im höheren und ›eigentlichen‹ Sinn beanspruchte. Die ISF weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird – aber sie weiß genau, daß es anders werden muß, soll es jemals besser werden können.
