Hans-Peter Häfele über Michael Landmann: »Gerade heute wirkt sein Text so unangenehm gegenwärtig.«
Für hagalil verfasste Hans-Peter Häfele vor Kurzem eine Rezension zu dem 2013 im ça ira Verlag von Jan Gerber und Anja Worm herausgegebenen Essay ›Das Israelpseudos der Pseudolinken‹ von Michael Landmann; darin heißt es u.a.:
»Sein 1971 erschienener Essay ›Das Israelpseudos der Pseudolinken‹ ist kein in die Jahre gekommenes, bloßes Zeitdokument. Die globalen, antisemitischen Ereignisse seit dem Pogrom des ›7. Oktober‹ aktualisieren seine Schrift als eine beängstigend präzise Diagnose eines Problems, das sich in den Folgejahrzehnten eher verschärft als erledigt hat. Landmann beschreibt, wie eine radikale, linke Bewegung, die sich Aufklärung und Emanzipation auf die Fahnen geschrieben hat, genau dort versagt, wo historische Erfahrung und Erkenntnis ebenso eine besondere Sensibilität verlangen würde: Im solidarischen Umgang mit Israel.«
