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Küntzel, Matthias: Djihad und Judenhaß


Küntzel ist promovierter Politikwissenschaftler und Publizist, er arbeitet als Berufsschullehrer in Hamburg. Er beschreibt sein Werk so: “Dieses Buch [...] unterscheidet sich von anderen Publikationen über den Islamismus erstens darin, daß es dessen antijüdische Programmatik zur Kenntnis nimmt. [...] [Es] geht zweitens davon aus, daß eine sich als revolutionär verstehende Massenbewegung durchaus faschistischen Charakters sein kann, während zahlreiche Forscher der “Faszination” des Islamismus insofern erliegen, als sie von seiner Massenhaftigkeit auf seine Progressivität und seine historische Berechtigung glauben schließen zu dürfen. [...] Drittens wird die Entwicklung des Islamismus hier nicht losgelöst von seinem gesellschaftlichen Kontext, sondern als der ideologische und kulturelle Widerhall spezifischer politischer und ökonomischer Voraussetzungen analysiert.” (8 f.) Dieses Buch liest sich vor allem als Pamphlet gegen diejenigen, die der amerikanischen und der israelischen Regierung im Allgemeinen und ihrer militärischen Vorgehensweise gegenüber Islamisten im Besonderen kritisch gegenüberstehen. Küntzel hält ihnen vor: “Es gibt Schlimmeres als den Krieg. Es sind Schrecken möglich, von denen nur ein Militäreinsatz befreit. [...] Nur in Deutschland wird das Selbstverständliche nicht anerkannt, weil es dem eingefleischten Opfermythos widerspricht [...].” (12 f.).

Aus: Zeitschrift für Politikwissenschaft N° 1 / 2004

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