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Rezension zur Stephan Grigat (Hrsg.), Feindaufklärung und Reeducation

Der Sammelband geht auf ein Symposium zurück, das 2004 an der Technischen Universität Wien gehalten wurde. Die Initiatoren (”Café Critique" sowie die Studienrichtungsvertretung Politikwissenschaft) reagierten damit auf eine Veranstaltung rechter Burschenschaftler mit dem Titel ”Frankfurter Schule - die 9. Todsünde". Die Autoren dieses Bandes sind österreichische Publizisten, Politologen und Historiker. In ihren Vorträgen bemühen sie sich um eine Darstellung der Aktualität der Kritischen Theorie. Im Mittelpunkt stehen dabei sowohl Neonazismus als auch Islamismus sowie klammheimliche Solidarisierungstendenzen mit Letzterem durch Linksintellektuelle. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang der Beitrag von Manuel Frischberg zum ”Kampfbegriff Islamophobie" (155). Eine ganz andere Facette beleuchtet Ljiljana Radonic. Sie beschreibt die Bedeutung der Psychoanalyse für die Kritische Theorie und damit auch die politisch relevanten Zusammenhänge von Individualpsychologie und Massenverhalten. Wenngleich manchen Text deutlich anzumerken ist, daß sie als Vorträge auf einer ”Gegenveranstaltung" gehalten wurden und daher zum Teil von recht kämpferischem Vokabular geprägt sind, so erreicht der Band insgesamt sein Ziel der Aufklärung über die Bedeutung und die Auseinandersetzungen um die Kritische Theorie.

Aus: Portal für Politikwissenschaft Heft 2/2007 (http://www.pw-portal.de)

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