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Analysen zum ideologischen Fundament der nationalsozialistischen Expansionspolitik: Steins Artikel für Die Zukunft (1939)

Lynn Ciminski, Martin Schmitt

Die Entfremdung zwischen Stein und der SoPaDe, die sich durch seine Freundschaft mit Paul Hertz und seine Sympathie sowohl für Einheitsfrontprojekte als auch für die Gruppe Neu Beginnen angebahnt hatte, schlug im Sommer 1938 in offenes, wechselseitiges Misstrauen um – die Funktion der Partei als “Heimat und Schutzraum” [ 1 ] wurde zunehmend fragwürdig. Unmittelbar nach seiner Flucht aus der Tschechoslowakei nach Paris schrieb Stein einem ehemaligen Weggefährten aus der USPD, daß ihm die SoPaDe keine Möglichkeiten zur journalistischen Tätigkeit mehr böte. Damit war der Journalist und Intellektuelle Stein de facto von der Parteiarbeit ausgeschlossen. Zudem versuchte die SoPaDe, Sympathisanten von Hertz und Neu Beginnen auch aus der immer weiter schrumpfenden Verwaltung der Partei zu entfernen, was dazu führte, dass Steins ältere Tochter Nina keine Anstellung im Pariser Parteibüro erhielt. Die in Prag begonnenen Bemühungen zur Herstellung einer sozialdemokratisch-kommu­­nistischen Einheitsfront unter Einbeziehung der sozialistischen Splittergruppen, die den aktiven antifaschistischen Widerstand im Deutschen Reich ohne maßgebliche Unterstützung von außen weitestgehend selbständig trugen, waren in der SoPaDe immer umstritten gewesen, nun aber offenkundig gar nicht mehr erwünscht. Stein und Hertz betrieben in Paris daher eigene Initiativen zur Gründung parteiübergreifender antifaschistischer Koalitionen, wie z. B. das Lutetia-Komitee oder die Union Franco-Allemande. [ 2 ]

Angesichts des Konfrontationskurses des Deutschen Reiches gegen die osteuropäischen Nachbarstaaten konzentrierte sich Stein von Januar bis August 1939 auf die Untersuchung der außenpolitischen Bestrebungen der NS-Regierung als Fortsetzung und Konkretisierung seiner Überlegungen zum ideologischen Zusammenhang von völkischem Rassismus und den nationalsozialistischen Ambitionen auf “Lebensraum im Osten”, die er in seinem Buch sowie in Beiträgen für die Sozialistische Aktion dargelegt hatte. Im Zuge der Distanzierung von der SoPaDe veröffentlichte er seine Artikel nun in der von Willy Münzenberg in Paris herausgegebene Zeitschrift Die Zukunft. Münzenberg war in der Weimarer Republik ein bedeutender kommunistischer Publizist, der 1933/1934 in der französischen Hauptstadt den Verlag “Éditions de Carrefour” gegründet hatte. Die Konflikte mit der Moskauer Parteiführung um sein Engagement zur organisatorischen Zusammenführung des sozialdemokratischen und kommunistischen Exils in Frankreich sowie wegen seiner kritischen Artikel zu den Moskauer Prozessen von 1936 führten im Frühling 1938 schließlich zum Parteiaustritt. [ 3 ] Mit der Zukunft, die von Oktober 1938 bis in das Jahr 1940 hinein erschien, verfolgte Münzenberg das Ziel, eine “Sammlung aller Gegner der Diktatur Hitlers” zu initiieren, die ein zukünftiges Deutschland zwar auf eine planwirtschaftliche Wirtschaftsordnung ohne “Eigentumsvorbehalt” vorbereiten, es jedoch zugleich außen- und gesellschaftspolitisch an den demokratischen Westen binden sollte. [ 4 ]

Die allgemeine Leitlinie und Zielsetzung der nationalsozialistischen Außenpolitik sowie ihre militärpolitischen Implikationen hatte Hitler am 2. Februar 1933, wenige Tage nach seiner Ernennung zum Reichskanzler, gegenüber den Befehlshabern von Heer und Marine dargelegt: Die politische Macht solle zur “Eroberung neuen Lebensraumes im Osten und dessen rücksichtsloser Germanisierung” [ 5 ] genutzt werden. [ 6 ] In der Denkschrift über den Vierjahresplan (August 1936) wurde dieses Ziel unterstrichen und zugleich ideologisch damit untermauert, daß die Welt “seit dem Ausbruch der französischen Revolution [...] in immer schärferen Tempo in eine neue Auseinandersetzung” hineintreibe, “deren extremste Lösung Bolschewismus heißt, deren Inhalt und Ziel aber nur die Beseitigung und Ersetzung der bislang führenden Gesellschaftsschichten der Menschheit durch das internationale Judentum” [ 7 ] sei. Diese allgemeinen Gedankengänge wurden im November 1937 in einer Besprechung der Militärführung in der Reichskanzlei als Spekulationen über verschiedene Szenarien zum Zeitpunkt des Kriegsausbruchs in Europa präzisiert. Ausgehend von der Annahme, dass es “zur Lösung der deutschen Frage [...] nur den Weg der Gewalt geben” könne, insistierte Hitler aus militärstrategischen Erwägungen darauf, in einem ersten Schritt die tschechoslowakische Republik und Österreich “niederzuwerfen”, um mögliche “Flankenbedrohungen” [ 8 ] auszuschalten.

Nach den deutschen Provokationen in der Sudetenkrise von 1938, die keine Kriegserklärung der westlichen Verbündeten der Tschechoslowakei nach sich zogen, versuchte Hitler, in der internationalen Öffentlichkeit den Eindruck einer gewissen Konzilianz zu vermitteln. In seiner Reichstagsrede anlässlich des sechsten Jahrestages der Machtübernahme am 30. Januar 1939 wandte er sich an die Westmächte und erklärte, daß die Völker der Welt binnen kurzer Zeit erkennen würden, “daß das nationalsozialistische Deutschland keine Feindschaft mit anderen Völkern will” und “dass alle die Behauptungen und Angriffsabsichten unseres Volkes auf fremde Völker [...] Lügen sind”. Hitler bezog sich damit indirekt auf Kampagnen jüdischer Organisationen in den USA, die sich gegen die aggressive Außenpolitik und den Antisemitismus des Dritten Reichs richteten und die u. a. zur außenpolitischen Isolierung sowie zum Boykott deutscher Produkte aufriefen (Das JLC spielte bei Boykottaktionen in den USA eine zentrale Rolle [ 9 ] ). Als Verursacher dieser “Lügen” identifizierte Hitler das “internationale Judentum”, das damit auf “eine Befriedigung seiner Rachsucht und Profitgier” abziele. Mit Blick auf die daraus entstehenden Konflikte und Spannungen proklamierte er: “Wenn es dem internationalen Finanzjudentum in- und außerhalb Europas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu stürzen, dann würde das Ergebnis nicht die Bolschewisierung der Erde und damit der Sieg des Judentums sein, sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa.” [ 10 ] Während die internationale Öffentlichkeit Hitlers Zurückhaltung gegenüber den deutschen Nachbarstaaten im Vergleich mit den sonst üblichen scharfen Attacken mit einer gewissen Erleichterung zur Kenntnis nahm, fanden seine wahnhaften Ausfälle gegen die Juden nur wenig Beachtung. [ 11 ]

Drei Tage vor dieser Rede veröffentlichte die Zukunft einen Artikel von Stein. Obwohl ihm zu diesem Zeitpunkt die internen Dokumente zu Kriegsplanungen und Kriegszielen nicht bekannt gewesen sein können, gelangte er zu Analysen von gleichsam prophetischer Kraft. Sein Artikel “Judenfrage und Faschismus” beginnt mit der Feststellung, daß die außenpolitischen Erfolge des Nationalsozialismus mit einer “rapide[n] Steigerung der antisemitischen Pogrompolitik” einhergingen. Zum Beispiel begann nach der Annexion Österreichs dort der “Ausrottungsfeldzug gegen die österreichischen Juden, die von einer Verschärfung der Judenverfolgungen im Reich begleitet wurde”. Vor dem Hintergrund dieser und vergleichbarer Entwicklungen in Italien, Nordafrika und Palästina werde immer deutlicher, dass “der Antisemitismus ein integrierender Bestandteil des gesamten Faschismus ist”. [ 12 ] Eine Untersuchung seiner gedanklichen Elemente und historischen Wurzeln offenbare, daß der kämpferische Antisemitismus aus der antisemitischen Bewegung des späten 19. Jahrhunderts mit dem “Kampf gegen die Weimarer Republik als notwendige Voraussetzung des Kampfes um eine neue Weltgeltung Deutschlands” verschmolzen werde. Im Parteiprogramm der NSDAP sei der kämpferische Antisemitismus derart fest verankert, daß (mit Goebbels) davon gesprochen werden könne, daß “Antisemitismus und Nationalsozialismus lsquo;miteinander identisch‘ seien”. Konkret führe dieser Zusammenhang dazu, dass bei der “Herausbildung des alldeutschen Größenwahns [...] die deutschen Juden nicht nur die Rolle eines Sündenbocks, sondern auch die des lsquo;Ersatznegers‘” spielen müßten: “Neben materiellem Gewinn durch Vertreibung und Beraubung der Juden bot die mit deutscher Gründlichkeit und kalter Grausamkeit systematisch betriebene Judenverfolgung die beste Möglichkeit, die Gewaltideologie und die moralische Verlumpung des nationalsozialistischen Regimes an einer wehrlosen Minderheit zu erproben. Gemeinsam mit den Sozialisten und Kommunisten wurden die Juden ohne Unterschied der Parteizugehörigkeit dem barbarischen Vernichtungsfeldzug des Nationalsozialismus ausgeliefert, wobei stets und überall die These aufgestellt wurde, dass es sich bei diesem Feldzug um die Vernichtung eines einheitlichen Feindes: der lsquo;jüdisch-marxistischen‘ Weltgefahr handle. Mit bewußter Berechnung hat der Nationalsozialismus den Kampf gegen das Judentum mit dem Kampf gegen Demokratie und Arbeiterbewegung auf das engste verknüpft, um sich vor dem Besitzbürgertum der ganzen Welt als Schützer der kapitalistischen Gesellschaftsordnung und als Degen gegen den lsquo;jüdisch-bolschewistischen Umsturz‘ ausgeben zu können.” Im Bereich der NS-Außenpolitik müsse davon ausgegangen werden, daß das “Expansionsprogramm in starkem Maße von dem Gedanken beeinflusst ist, daß das lsquo;Weltjudentum‘ das Rückgrat der lsquo;Weltdemokratie‘ und des lsquo;Weltbolschewismus‘ bilde”, und nur diese Glaubenssätze könnten erklären, weshalb die Regierung des Dritten Reiches “trotz mancher Schädigungen [...] auf wirtschaftlichem und finanziellem Gebiet [...] zähe daran festhält, den Antisemitismus als einen Exportartikel zu betrachten. [...] Für sie ist die Entfesselung des Antisemitismus in anderen Ländern nicht nur ein Mittel, um die demokratischen Mächte von innen her zu zersetzen und ihre Widerstandskraft zu lähmen, sondern zugleich auch eine wichtige Waffe im Kampfe um die lsquo;Weltherrschaft‘ und lsquo;Weltgeltung‘ Deutschlands.” [ 13 ]

Der deutsche Einmarsch in die Tschechoslowakei im März 1939 war, wie Hitler es im November 1937 gefordert hatte, “blitzartig schnell” erfolgt und hatte unmittelbar zur “Beseitigung” [ 14 ] des Staates geführt. [ 15 ] Von der Umformung des Landes in das “Protektorat Böhmen und Mähren” erhofften sich die Nazis aber nicht nur taktische Vorteile im bevorstehenden Krieg, auch ökonomische und strategische Interessen und Motive bedingten ihr Handeln. So erwartete man kriegswirtschaftliche Vorteile gegenüber Frankreich und England durch den direkten Zugriff auf die hoch entwickelte Rüstungsindustrie des Landes. [ 16 ] Auch die Haltung gegen Polen wurde im Verlauf der ersten Hälfte des Jahres 1939 stetig aggressiver, was sich etwa in der Aufkündigung des 1934 geschlossenen Nichtangriffspaktes am 28. April 1939 verdeutlichte. [ 17 ] Stein interpretierte diese Entwicklungen in einem Mitte Juni 1939 erschienenen Artikel als Rückkehr Hitlers zum “Ausgangspunkt der nationalistischen Polenpolitik”, die er “in Einvernehmen mit allen führenden Kreisen des deutschen Nationalsozialismus bis 1934 in aller Schärfe vertreten hat”. Anhand von Zitaten aus “Mein Kampf”, Rosenbergs “Mythus des 20. Jahrhunderts” und der Schrift “Zukunftsweg einer deutschen Außenpolitik” legt er dar, dass die “latente Polenfeindschaft und die Hoffnung auf die schließliche Abrechnung mit den lsquo;Pollacken‘” als “immanenter Bestandteil des deutschen Nationalismus” gedeutet werden müsse. Der gegen Polen gerichtete völkische Rassismus und großdeutsche Imperialismus wurde aus taktischen Gründen von 1934 bis 1939 bloß “lsquo;aufs Eis gelegt‘, um im geeigneten Augenblick wieder hervorgeholt zu werden”. Stein bewertet bereits das Zustandekommen des Vertrags als einen schweren politischen Fehler Polens, da er es dem nationalsozialistischen Deutschland ermöglicht habe, hinter diesem “Schutzwall [...] ungestört seine Aufrüstung vornehmen, die Militarisierung des Rheinlandes und die Zerreißung des Locarnopaktes durchführen, den Ostpakt verhindern, Österreich annektieren, die Tschechoslowakei zertrümmern und sich den Weg in den Donauraum [...] freimachen” zu können. Wie zuvor die Tschechoslowakei stehe nun Polen unmittelbar vor der Bedrohung, von dem “land- und beutehungrigen Hitlerismus verschlungen zu werden”. In Ansehung der Entwicklungen im südlichen Nachbarland sei in jüngster Zeit ein “Ruck des Erwachens” durch Polen gegangen, “denn vor seinen Augen erhob sich mahnend das Schicksal des tschechoslowakischen Volkes, bei dem jetzt, als erstem slawischen Volk, jene lsquo;raumpolitischen‘ Grundsätze ausprobiert werden, die den östlichen Plänen Hitlers und Rosenbergs seit jeher zugrundegelegen haben” [ 18 ] .

Der Entschluss zum Krieg gegen Polen war von Hitler nach eigenem Bekunden schon vor der Kündigung des Vertrages, im Frühjahr 1939, gefasst worden. [ 19 ] In einer Ansprache vor den Oberbefehlshabern der Wehrmacht am 22. August 1939, etwa eineinhalb Wochen vor dem Überfall, legte Hitler dar, wie er sich den Krieg gegen Polen konkret vorstellte und welches Vorgehen er von seinen Truppen erwartete: “Ich habe den Befehl gegeben – und ich lasse jeden füssilieren, der auch nur ein Wort der Kritik äußert –, dass das Kriegsziel nicht im Erreichen bestimmter Linien, sondern in der physischen Vernichtung des Gegners besteht. So habe ich, einstweilen nur im Osten, meine Totenkopfverbände bereitgestellt mit dem Befehl, unbarmherzig und mitleidslos Mann, Weib und Kind polnischer Abstammung und Sprache in den Tod zu schicken. Nur so gewinnen wir den Lebensraum, den wir brauchen.” [ 20 ] Diese Mordideologie verdeutlichte Hitler in verschiedenen Formulierungen, so z. B. “Herz verschließen gegen Mitleid. Brutales Vorgehen. 80 Mill. Menschen müssen ihr Recht bekommen”, “Jede sich neu bildende polnische Kraft ist sofort wieder zu vernichten. Fortgesetze Zermürbung” oder “Restlose Zertrümmerung Polens ist das militärische Ziel. [...] Verfolgung bis zur völligen Vernichtung” [ 21 ] . Mittelfristig sah Hitler auch das Zerbrechen der Sowjetunion bevorstehen – “dann dämmert”, so frohlockte er, “die deutsche Erdherrschaft herauf” [ 22 ] .

Auch in der deutschen Haltung gegenüber den baltischen Staaten trete, so Stein in einem Beitrag für die Zukunft vom 23. Juni 1939, jener “lsquo;Dynamismus‘ der nationalsozialistischen Außenpolitik” hervor, der seine Energien aus der ideologischen Synthese des auf Osteuropa gerichteten kontinentalen Imperialismus einerseits und des völkischen Rassismus andererseits schöpfe. [ 23 ] Aus dieser Perspektive liegen dem “nationalsozialistischen Imperialismus” nicht nur “militärpolitische Motive zugrunde [...], sondern auch jene mythologisch und lsquo;rassisch‘ verbrämten Pläne, die auf die Wiederherstellung der Oberherrschaft der baltisch-deutschen Herrenkaste, auf die Unterwerfung der lsquo;minderwertigen‘ Litauer, Letten und Esten hinzielen”. Die Befriedungs- und Beschwichtigungspolitik der Westmächte wird scharf kritisiert: In Anbetracht des “sorgfältig ausgearbeiteten Eroberungsplans” erscheinen die von den Westmächten gehegten Hoffnungen, “dass die bedrohten baltischen Staaten von sich aus die Aushöhlungs- und Zersetzungsarbeit der Naziagenten unterbinden und ihre Selbständigkeit im Falle eines deutschen Angriffes aus eigener Kraft verteidigen können”, als “naiv” [ 24 ] . Der letzte Artikel Steins in der Zukunft erschien am 4. August 1939, kaum einen Monat vor Kriegsbeginn. Hierin erörterte er die deutsche Besatzungspolitik in der zerschlagenen Tschechoslowakei und charakterisierte das Land als eine “Kolonie” des Dritten Reiches. [ 25 ] Es war zugleich der letzte Text, den er in einer europäischen Zeitung veröffentlichte.

Literatur

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Anmerkungen

[ 1 ] Papanek, Hanna: Elly und Alexander. Revolution, Rotes Berlin, Flucht, Exil. Eine sozialistische Familiengeschichte, Berlin 2006, S. 402.

[ 2 ] Vgl. Ebd. S. 206–209.

[ 3 ] Vgl. Drosz, Jacques: Die Zukunft – Wochenzeitung Willi Münzenbergs (Oktober 1938–Mai 1940), in: Roussel, Hélène/Winckler, Lutz (Hg.): Deutsche Exilpresse und Frankreich 1933–1940, Bern 1992, S. 117–122; zum Lutetia-Komitee vgl. Langkau-Alex, Ursula: Deutsche Volksfront 1932–1939, Bd. 1, Berlin 2004, S. 285–353.

[ 4 ] Vgl. Maas, Lieselotte: Handbuch der deutschen Exilpresse 1933–1945, Bd. 4, München 1990, S. 251, S. 253; Langkau-Alex, Ursula: “Die Zukunft” der Vergangenheit oder “Die Zukunft” der Zukunft? Zur Bündniskonzeption der Zeitschrift zwischen Oktober 1938 und August 1939, in: Roussel, Hélène/Winckler, Lutz (Hg.): Deutsche Exilpresse und Frankreich 1933–1940, Bern 1992, S. 123–156.

[ 5 ] Michaelis, Herbert (Hg.): Ursachen und Folgen. Vom deutschen Zusammenbruch 1918 und 1945 bis zur staatlichen Neuordnung Deutschlands in der Gegenwart, Bd. 10, Berlin 1965, Dok. 2354, S. 114.

[ 6 ] Zum Zusammenhang von nationalsozialistischer Ideologie, Außenpolitik und Kriegsvorbereitung vgl. u. a. Hildebrand, Klaus: Deutsche Außenpolitik 1933–1945, Stuttgart 1990; Hillgruber, Andreas: Die “Endlösung” und das deutsche Ostimperium als Kernstück des rassenideologischen Programms des Nationalsozialismus, in: Hillgruber, Andreas (Hg.): Deutsche Großmacht- und Weltpolitik im 19. und 20. Jahrhundert, Düsseldorf 1979, S. 252–275; Lange, Karl: Der Terminus “Lebensraum” in Hitlers “Mein Kampf”, in: Vierteljahrshefte fü Zeitgeschichte 13 (4/1965), S. 426–437; Lüdicke, Lars: Griff nach der Weltherrschaft. Die Außenpolitik des Dritten Reiches 1933–1945 (=Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert 8), Berlin 2009, S. 9-19; Recker, Marie-Luise: Die Außenpolitik des Dritten Reiches (=Enzyklopädie deutscher Geschichte 8), München 2010, S. 51–64; Schmidt, Rainer F.: Die Außenpolitik des Dritten Reiches 1933–1939, Stuttgart 2002, 78–117; Wendt, Bernd-Jürgen: Großdeutschland. Außenpolitik und Kriegsvorbereitung des Hitler-Regimes (=Deutsche Geschichte der neuesten Zeit vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart 18), München 1987.

[ 7 ] Michaelis: Ursachen und Folgen, Bd. 10, Dok. 2473, S. 534.

[ 8 ] Michaelis, Herbert (Hg.): Ursachen und Folgen. Vom deutschen Zusammenbruch 1918 und 1945 bis zur staatlichen Neuordnung Deutschlands in der Gegenwart, Bd. 11, Berlin 1966, Dok. 2598, S. 549.

[ 9 ] Vgl. Malmgreen, Gail: Comrades and Kinsmen: The Jewish Labor Comittee and Anti-Nazi Activity, 1931–41, in: Collette, Christine/Bird, Stephen (Hg.): Jews, Labour and the Left, 1918–48, Ashgate 2002, S. 4–20, S. 8f.

[ 10 ] Michaelis, Herbert (Hg.): Ursachen und Folgen. Vom deutschen Zusammenbruch 1918 und 1945 bis zur staatlichen Neuordnung Deutschlands in der Gegenwart, Bd. 13, Berlin 1968, Dok. 2763, S. 21.

[ 11 ] Vgl. Ebd., S. 2.

[ 12 ] Hiermit bezog sich Stein auch auf die politische Kooperation zwischen Nazideutschland und der arabisch-palästinensischen Nationalbewegung um den Mufti von Jerusalem, deren ideologische Basis der gemeinsame Antisemitismus war, vgl. Gensicke, Klaus: Der Mufti von Jerusalem und die Nationalsozialisten. Eine politische Biographie Amin el-Husseinis (= Veröffentlichungen der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart 11), Darmstadt 2007.

[ 13 ] Stein, Alexander: Judenfrage und Faschismus, in: Die Zukunft (27.1.1939), S. 4, im Anhang abgedruckt.

[ 14 ] Michaelis: Ursachen und Folgen, Bd. 11, Dok. 2598, S. 550f.

[ 15 ] Vgl. Brandes, Detlef: Die Politik des Dritten Reiches gegenüber der Tschechoslowakei, in: Funke, Manfred (Hg.): Hitler, Deutschland und die Mächte. Materialien zur Außenpolitik des Dritten Reiches (= Bonner Schriften zur Politik und Zeitgeschichte 12), Düsseldorf 1976, S. 508–523.

[ 16 ] Vgl. u. a. Michaelis: Ursachen und Folgen, Bd. 13, Dok. 2774b, S. 119.

[ 17 ] Vgl. Broszat, Martin: Nationalsozialistische Polenpolitik 1939–1945 (= Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 2), Stuttgart 1961, S. 9–23; Wollstein, Günter: Die Politik des nationalsozialistischen Deutschlands gegenüber Polen 1933–1939/45, in: Funke, Manfred (Hg.): Hitler, Deutschland und die Mächte. Materialien zur Außenpolitik des Dritten Reiches (= Bonner Schriften zur Politik und Zeitgeschichte 12), Düsseldorf 1976, S. 795–810.

[ 18 ] Stein, Alexander: Polen und die deutsche Ostpolitik, in: Die Zukunft (16.6.1939), S. 4.

[ 19 ] Vgl. Auswärtiges Amt (Hg.): Akten zur Deutschen Auswärtigen Politik, Serie D: 1937–1945, Bd. VII, Göttingen 1956, Dok. 193, S. 171, Fußnote 1.

[ 20 ] Ebd.

[ 21 ] Ebd., S. 172.

[ 22 ] Ebd., Fußnote 1.

[ 23 ] Zur Konzeption der NS-Außenpolitik gegenüber den baltischen Staaten vgl. Myllyniemi, Seppo: Die Neuordnung der baltischen Länder 1941–1944. Zum nationalsozialistischen Inhalt der deutschen Besatzungspolitik (= Dissertationes historicae 2), Vammala 1973, S. 18–43.

[ 24 ] Stein, Alexander: Machtkampf im Baltikum, in: DieZukunft (23.6.1939), S. 5.

[ 25 ] Vgl. Stein, Alexander: Die Tschechoslovakei – Eine deutsche Kolonie, in: Die Zukunft (4.8.1939), S. 4.

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