Initiative Sozialistisches Forum |
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ça ira Verlag |
Der jour fixe steht allen offen, die sich in kollektiver Reflexion ihres Interesses an sozialrevolutionärer Emanzipation versichern wollen, gleich, ob als Publikum oder Referent. Wer als Einzelner oder als Gruppe dies Angebot nutzen möchte, soll sich in Verbindung setzen via info@isf-freiburg.org. Redaktionsschluß ist jeweils ca. einen Monat vor Beginn des Semesters, d.h. Anfang März und Mitte September. Das gedruckte Programm liegt an allen einschlägig bekannten Orten aus
Der gemeinnützige jour fixe-Verein der ISF unterstützt diese im Semester alle 14 Tage in Freiburg stattfindenden Vorträge und Debatten. Dieser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und berechtigt, steuerabzugsfähige Spendenbescheinigungen auszustellen. Wir bitten um Spenden auf das Konto ISF e.V. bei der Postbank Karlsruhe 226045-756 (BLZ 660 100 75) mit dem Vermerk “Jour fixe”. Näheres im ISF-Flyer. Wer mehr erübrigen kann als einen Beitrag zu den laufenden Kosten, dem empfehlen wir, außer den Büchern des ça ira-Verlages, die Möglichkeit, (Förder-)Mitglied des Instituts für Sozialkritik e.V. zu werden. Die Satzung des Vereins kann hier eingesehen werden.
Programm Frühjahr/Sommer 2008
Nichts anderes ist der Zionismus als die letzte bürgerliche Revolution, die der Gegenwart. Theodor Herzl, dessen staats- und rechtsphilosophisches Buch “Der Judenstaat” diese Revolution 1896 erst so denkbar machte wie Jean-Jacques Rousseaus “Gesellschaftsvertrag” 1762 die französische, und David Ben Gurion, der Lenin Israels, stellen nichts anderes dar als die jüdische Ausgabe der großen Revolutionäre des Bürgertums, heißen sie nun Maximilien Robespierre, St. Just und Danton. Eine Revolution jedoch, eine bürgerliche zumal, ist kein Zuckerschlecken, und der Preis der Erklärung der Menschenrechte waren die Guillotine und der revolutionäre Terror, schließlich die napoleonischen Kriege gegen die feudal-absoluten Mächte, die sich weigerten, das Prinzip des neuen Zeitalters, den Code civile, d.h. die Vergesellschaftung nach Maßgabe der zu Subjekten formierten Individuen unter der Aufsicht des kapitalen Souveräns, zu akzeptieren. Der König mußte geköpft werden, um die Unverletzlichkeit der Körper zu garantieren. 1789 hatte die feudale Gesellschaft der Egalité, der Liberté, der Fraternité Platz zu machen, und Karl Marx, der diesen Fortschritt unschwer als den hin zu Infanterie, Kavallerie und Artillerie zu denunzieren wußte, erkannte gleichwohl an, daß erst so die Geschichte der Menschheit unter die ihr wesentliche Bestimmung gesetzt wurde, die der Vernunft. Revolutionäre Gewalt erst setzte die Gattung anders denn als zoologische Bestimmung. Darin enthielt die bürgerliche Revolution den Vorschein auf das ihr ganz Andere, auf den Kommunismus als die freie Assoziation. Und darin bestand die Dialektik dieser Aufklärung, daß das Bürgertum den Fortschritt der Vernunft über die kapitalistische Vergesellschaftung hinaus zu sabotieren trachtete, um die Erklärung der Menschenrechte schlechthin als Naturrecht, damit als die Anthropologie der Konkurrenz zu setzen. 1789 jedoch war dies Prinzip der Affront schlechthin gegen die Unterordnung des Menschen unter die klerikalen und feudalen Gewalten, d.h. der immerhin formelle Auftakt zur Geschichte der Gattung. Aber jede große Revolution, die ihren Namen verdient, findet ihre Vendée, ihre Konterrevolution. Die Vendée der Zionisten heute heißt Palästina, und das Ancien régime, der Block aus Pfaffen, Bauern und königstreuen Aristokraten, der den Jakobinern den Weg verlegen wollte, heißt heute PLO, Islamischer Djihad, Hamas und Hisbollah, dazu, um den Islamfaschismus europäisch zu würzen, eine Prise Postmoderne, Multikulti und linksbürgerlichen Pazifismus. [weiterlesen ...]
Das kommentierte Programm, auch als PDF-Datei
Mittwoch, 16. April 2008
Der Iran
Analyse einer islamischen Diktatur und ihrer europäischen Förderer
Stephan Grigat (Wien)
19 Uhr, Jos Fritz-Café, Wilhelmstr. 15 (Spechtpassage). Mit Unterstützung der Gruppe “Autonomer Iraner ”, Freiburg
Mittwoch, 30. April 2008
Leninisten mit Knarre
War die RAF nur eine bewaffnete K-Gruppe?
Jens Benicke (Freiburg)
Um 20 Uhr ausnahmsweise im “Litfass”, Moltkestr. 17
Mittwoch, 14. Mai 2008
Realisierung einer Utopie
Israel: 60 Jahre Staat gewordene Selbstbefreiung
Rainer Bakoniy (Würzburg)
Um 20 Uhr im Jos Fritz-Café, Wilhelmstr. 15 (Spechtpassage)
Mittwoch, 28. Mai 2008
Abraham Léon (1918 – 1944)
Der Antizionismus als die Tragödie eines jüdischen Revolutionärs
Joachim Bruhn (Freiburg)
Um 20 Uhr im Jos Fritz-Café, Wilhelmstr. 15 (Spechtpassage)
Mittwoch, 11. Juni 2008
Antikapitalisten von Rechts
Die deutschen Neonazis und die Antiglobalisierungsbewegung
Jan Langehein (Göttingen)
Um 20 Uhr im Jos Fritz-Café, Wilhelmstr. 15 (Spechtpassage)
Mittwoch, 25. Juni 2008
Dialektik der Homophobie
Adornos Angst vorm Männerbund als antifaschistisches Erkenntnisinteresse
Tjark Kunstreich (Berlin)
Um 20 Uhr im Jos Fritz-Café, Wilhelmstr. 15 (Spechtpassage)
Der Vortrag fällt leider aus
Donnerstag, 3. Juli 2008
Freiburg in der NS-Zeit
Antifaschistischer Stadtrundgang
E. Schlesiger
Treffpunkt um 15 Uhr 30 am “Basler Hof”, Kaiser-Josephstr. (gegenüber Buchhandlung Herder)
Die Stadtführung muß leider wegen Krankheit ausfallen
Mittwoch, 9. Juli 2008
Der Prophet des schlechten Lebens
Über Gandhi und die Bedürfnisse seiner deutschen Anhänger
Peter Sieminonek (Halle)
Um 20 Uhr im Jos Fritz-Café, Wilhelmstr. 15 (Spechtpassage)
Freitag, 25. bis Sonntag, 27. Juli 2008
Karl Marx: “Das Kapital”
Wochenendseminar zur Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie
Joachim Bruhn (Freiburg)
Büro der ISF, Wilhelmstr. 15/9 (Spechtpassage), ab Freitag, 20.00 Uhr. Anmeldung per Telefon oder Mail bis 14. Juni notwendig
Muß leider auf Herbst verschoben werden
Archiv älterer jour fixe Programme
Aufklärung über Geld:
Aktuelles Jour Fixe Programme zum Download: